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Alto Minho Porto Verde Minho Dourotal




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| "Hier wurde Portugal geboren" steht
in großen Lettern an der Burg von Guimaráes geschrieben. Das Kastell im
Herzen der Nordprovinz Minho ist der Geburtsort von Dom Afonso Henriques, der Anfang des
12. Jh.: die damalige Grafschaft "Portucale" vom spanischen Nachbarn
abtrennte. |
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Die historische Tat, die in
der "Reconquista" des von den Mauren beherrschten Südens und in der Gründung
des Königreiches Portugal gipfelte, erfüllt die Menschen in der Region zwischen Douro
und Minho noch heute mit Stolz - viele halten sich im Hinblick auf die Landsleute
im Süden für "echtere" Portugiesen. Wie dem auch sei: Zumindest in Sachen
Herzlichkeit und Gastfreundschaft reicht ihnen niemand im Land das Wasser. |
| Auch mit der sprachlichen Verständigung
klappt´s oftmals besser als andernorts, denn viele Menschen aus den Nordprovinzen haben
jahrelang in Deutschland oder Frankreich gearbeitet. Wer dort geblieben ist, kommt im Juli
und August zurück in die Heimat.
Dann
feiert nahezu jeder Ort ein Volksfest zu Ehren des lokalen Heiligen - mit Dorftanz,
Feuerwerk und reichlich Vinho Verde. |
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| Der "grüne Wein" ist
das Markenzeichen der historischen Provinz MINHO, die im Westen vom
Atlantik und landeinwärts von den Gebirgszügen Peneda - Gerés und
Maráo begrenzt wird. Etwa 2,5 Millionen Menschen leben im Minho, der die höchste
Bevölkerungsdichte Portugals aufweist (gut ein Viertel der Gesamtbevölkerung). Am
stärksten besiedelt sind die Gebiete an der Küste. Hier finden Sie ausgedehnte
Sandstrände, an denen eine frische Brise weht und morgendlicher Nebel für eine fast
nordische Atmosphäre sorgt. |
| Alte Hafenstädte wie Viana do
Castelo oder Vila do Conde leben gleichermaßen von
traditionellem Fischfang und modernen Dienstleistungen. Je weiter Sie ins kleinbäuerlich
geprägte Inland vorstoßen, desto bergiger wird´s. Fruchtbare Böden und reichlich
Niederschlag machen den Minho zum ganzjährig grünen Garten Portugals; auf winzigen
Parzellen gedeihen Mais, Kohl, Obst und die Reben des Vinho Verde. |
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Dazwischen ragen
"espigueiros" hervor: Maisspeicher aus Granit mit einem Kreuz auf dem Dach
(zur Abwehr der bösen Geister). Granit ist auch der Stoff, aus dem die meisten Häuser
und historischen Baudenkmäler im Minho sind. An letzteren herrscht wahrhaftig kein
Mangel: keltiberische Wehrdörfer, römische Brücken, romanische Kastelle, gotische
Kathedralen, barocke Paläste - die Vielfalt der Epochenund Stile macht die Region zum
Dorado für kulturinteressierte Reisende. |
| Religiöses Zentrum ist seit
ehedem die Erzbischofsstadt Braga, die wegen ihrer vielen Kirchen in Reiseführern gern
als "Portugiesisches Rom" bezeichnet wird. Heute zählt Braga zusammen mit dem
wenige Kilometer weiter südlich gelegenen Guimaráes zu den wichtigsten
Wirtschaftsstandorten Portugals. |
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Wirtschaftliche und
kulturelle Metropole des Nordens schlechthin ist jedoch Porto. Auch hier
ist (fast) alles aus Granit erbaut, was Porto zur "grauen Stadt am Rio Douro"
macht. die Portweinstadt ist alles andere als eine graue Maus: Ihre Kirchen sind mit blau -
weißen Kachelbildern geschmückt, in der einzigartigen Parkanlage
Serralves mit ihrem rosaroten Art - Déco - Palast blühen Rosen und Kamelien, und in den
Weinkellern lagert "flüssiges Gold": der Vinho do Porto, der
die Stadt weltbekannt gemacht hat. |
Eine junge Kulturszene und
ein quirliges Nachtleben sorgen für weitere Farbtupfer. Und das Ereignis Porto
2001 - Kulturhauptstadt Europas beschert der Stadt einen bunten Reigen aus
Konzerten, Ausstellungen und Open - Air - Spektakeln, der einen Besuch in diesem Jahr um
so interessanter macht. Wenn Sie die Geheimnissen des Portweins ganz genau auf den Grund
gehen wollen, dann gehört eine Reise durch das DOUROTAL zum absoluten
Muss. Etwa 100 km flussaufwärts von Porto beginnt die "Regiáo Demarcada do
Douro", das älteste staatlich geschützte Weinanbaugebiet der Welt (seit Mitte des
18. Jh.) |
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Der Fluss schlängelt sich
in einer tiefen Schlucht durch die bis auf 800 m aufsteigenden Berge; auf atemberaubend
steilen Terrassen wachsen Oliven - und Mandelbäume und natürlich Wein, Wein und nochmals
Wein. Ganz nah dran am Geist dieser erhabenen Landschaft und seiner Bewohner sind Sie,
wenn Sie in altehrwürdigen Weingütern - den Quintas - einkehren oder
die Region im Rahmen einer Flusskreuzfahrt bereisen. Die Berge, die steil ins Dourotal
abfallen, zählen bereits zur Region TRÀS - OS - MONTES ("Hinter
den Bergen"). |
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Abgeschieden
vom klimatischen Einfluss des Atlantiks, sind die Sommer dort glühend heiß und die
Winter bitterkalt. Entsprechend rauh präsentiert sich die Landschaft der Region im
Nordosten Portugals, die weitaus geringer besiedelt ist als der Minho. Auf den weiten
Äckern und Feldern liegen immer wieder riesige Granitblöcke verstreut, als wären´s vom
Himmel gefallene Meteoriten. Auch im Jahre 2001 lebt man im Land "hinter den
Bergen" immer noch weit ab vom Schuss: Für die knapp 250 km von der
Distrikthauptstadt Braganca nach Porto benötigt der Express - Bus gut
vier Stunden. Mit dem Pkw Geht´s zwar etwas schneller, dafür muss man mächtig Obacht
geben: Denn die Straßen in Trás - Montes sind kurvig und holprig, und in den Dörfen
haben Ochs und Esel auch weiterhin Vorfahrt.... |
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