|
Sao Miguel Faial - Sao Jorge Quintas auf den Azoren




| |
 |
Die
Azoren! |
Alle reden vom Wetter. Hier
wird es gemacht! Jeder kennt das berühmte Azoren - Hoch, das viel bekannter ist als die
Inselgruppe, nach der es benannt ist. |
| Sie wirken wie Splitter im Atlantik, jene neun
Inseln zwischen alter und neuer Welt, gut zwei Flugstunden westlich von Lissabon.
Seit ihrer Besiedelung im 15. Jh. gehören sie zu Portugal.
Im Jahr 1976 erhielten die Azoren innerhalb der portugiesischen
Republik (ebenso wie Madeira) den Status einer "Autonomen Region". |
 |
 |
Für die meisten Portugiesen
ist der Archipel mit einer Fläche von 2333 qkm bis heute aber eine ferne, unbekannte
Region. Sie hat 240 000 Einwohner (davon lebt die Hälfte auf Sao Miguel), also nicht mehr
als so manche deutsche Großstadt, leistet sich aber gleich drei Hauptstädte. |
| In Ponta Delgada (Sao Miguel) amtiert ihr
Regierungschef, in Horta (Faial) tagt das Parlament, während sich die neun
"Secretarios" - Mini - Ministerie - auf Ponta Delgada, Horta und Angra do
Heroísmo (Terceira) verteilen. Die Azoren - neun Inseln, wo man die Uhren um 2 Stunden
(von Deutschland aus) zurückdrehen muss und das Leben einem eigenen, geheimnisvolle
Rhythmus folgt. |
 |
 |
Und ein typischer Fall von
denkste: Die Seefahrer, die vor über 500 Jahren den damals unbewohnten Archipel
erreichten, wollten Habichte gesehen haben und nannten die Insel nach ihnen "Acores".
Nur waren jene Vögel keine Habichte, sondern "butíos", Bussarde. Man
bemerkte den Irrtum zu spät. So blieb es beim falschen Namen - Azoren. Macht nichts, kaum
jemand merkt´s. |
| Vor Massentourismus schützt ja das Wetter -
zwar atlantisch - ausgeglichen und im Sommer feuchtwarm, aber eben wechselhaft. Selbst im
August nicht das Regenzeug vergessen! Kein Sorge - auf das Meeres - und Sonnenbad muss man
nicht verzichten. Man lege sich aber auch nicht nur auf faule Haut. |
 |
 |
Autotouren und Wanderungen
führen durch die urwüchsigste Landschaft mit Vulkankegeln und Kraterseen.
Hier finden Sie besinnliche Ruhe in einem irdischen Paradies - das Werk gewaltiger,
unterirdischer Naturkräfte, die nie ganz zur Ruhe kommen. Wenn´s regnet - einfach
abwarten und Tee trinken (möglichst den von Sao Miguel). |
| Oder ein Schwätzchen mit den Menschen
halten, wobei die Verständigung denkbar leicht ist, da viele ein gutes Englisch sprechen.
Nordamerika lässt grüßen, dort leben drei - oder viermal so viel Azoreaner wie auf den
Azoren selbst. Der massenhafte Aufbruch ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten begann
vor über 200 Jahren.Im 18. Jh. liefen amerikanische Walfangboote oft azoreanische Häfen
an. |
 |
 |
Viele Männer ließen sich
prompt als Walfänger anheuern, und fortan suchten immer mehr Insulaner ihr Glück
jenseits des "großen Teiches". Auf den Insel sind gut bezahlte Jobs immer noch
rar, obwohl der Dienstleistungssektor in den letzten Jahren stark gewachsen ist und neue
Chancen bietet. Immer weniger Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Sie spezialisierte
sich auf die Erzeugung von Rindfleisch und Milch, aber davon gibt es in der EU schon
genug. |
|
Noch immer
wandern viele Menschen aus. Azoreaner bleiben sie aber doch. Manche kommen eigens zu den
Festen auf ihre Inseln zurück. Sie halten weiter zu ihren Familien und entsagen weder dem
Reiz der sattgrünen Vulkan - und Weidelandschaft noch jener für die Azoren typischen
Herzlichkeit und Ehrlichkeit. In einigen Orten schließen die Menschen nicht einmal ihre
Haustüren ab. Schon diese Offenherzigkeit entschädigt dafür, dass es
öfter einmal regnen kann. Und auf Regen folgt bekanntlich wieder Sonnenschein. |
| |
Mauritius
Sri Lanka
Lesbos
Italien
Spanien
Florida
South Carolina
Dubai
Kreuzfahrten
Freizeitparks
Flüge
Cluburlaub
|